Vorsorgen, solange es geht Vollmachten, Betreuung und Patientenverfügung bei Demenz
Früh handeln schützt – und gibt allen Beteiligten Sicherheit. Wenn eine Demenz voranschreitet, verlieren Betroffene nach und nach die Fähigkeit, wichtige Entscheidungen selbst zu treffen. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig Vorsorge zu treffen – solange der Wille noch selbstbestimmt geäußert werden kann.
Diese drei Dokumente sind zentral:
- Vorsorgevollmacht:
Damit wird eine vertraute Person bevollmächtigt, im Fall der Fälle rechtlich zu handeln – z. B. gegenüber Banken, Behörden oder Ärzt*innen. - Betreuungsverfügung:
Falls keine Vorsorgevollmacht vorliegt, kann eine gesetzliche Betreuung nötig werden. Mit einer Betreuungsverfügung wird festgelegt, wer diese Aufgabe übernehmen soll – oder ausdrücklich nicht. - Patientenverfügung:
Sie legt fest, welche medizinischen Maßnahmen im Notfall gewünscht oder abgelehnt werden – z. B. bei künstlicher Ernährung oder lebenserhaltenden Maßnahmen.
Hier findest du eine Übersicht aller wichtigen Pflegedokumente mit Erklärungen und Tipps zum Ausfüllen:
Unser Tipp für Angehörige:
- Sprecht die Themen offen und frühzeitig an – so können Wünsche und Grenzen noch selbst bestimmt werden.
- Legt gemeinsam fest, wer im Notfall welche Aufgaben übernehmen kann oder soll.
- Bewahrt die ausgefüllten Dokumente an einem sicheren, aber zugänglichen Ort auf – und informiert die wichtigsten Personen darüber.
Hinweis: In der fabel App kannst du dir rechtzeitig Erinnerungen setzen und wichtige Infos sicher notieren – für mehr Übersicht im Alltag.

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